Jede Szene hat ihre Sprache, und die des Tradings ist besonders undurchdringlich: halb Börsen-Englisch, halb Forum-Slang, dazwischen Kennzahlen, die klingen wie Naturgesetze und Konventionen sind. Wer neu reinkommt, versteht erst mal gar nichts — und wer länger dabei ist, benutzt die Hälfte der Wörter falsch, ohne es zu merken.

Das hier ist der Index dagegen: die Begriffe des Tradings und des Krypto-Space, kurz erklärt — mit dem, was sie wirklich bedeuten, welche Konvention dahintersteht, und an welcher Stelle das übliche Halbwissen danebenliegt. Bei den Slang-Begriffen steht dran, ob die Herkunft belegt ist oder nur gängige Erzählung — das ist recherchiert, nicht geraten.

Drei Dinge vorab. Erstens: Definitionen beschreiben, was Begriffe bedeuten — keine einzige ist eine Handlungsempfehlung. Dass hier steht, was ein Stop-Loss ist, heißt nicht, dass du traden solltest. Zweitens: Vieles davon sind Konventionen, keine Naturgesetze — wo eine Definition umstritten oder unscharf ist (Altseason, Kapitulation, Confluence), steht die Unschärfe mit im Eintrag. Drittens: Dieser Index ist nicht fertig und wird es nie sein — er wächst, wie der KI-Werkzeuge-Index auch, und jeder Ausbau steht im Versionsverlauf am Ende der Seite.

Jeder Begriff hat einen eigenen Anker — du kannst jeden einzelnen direkt verlinken (das #-Zeichen neben dem Namen).

98 Begriffe

Grundlagen & Markt

# Long / Short
Long ist die Wette auf steigende, Short die auf fallende Kurse. Wer short geht, verkauft Geliehenes, um es später billiger zurückzukaufen — im Krypto-Alltag meist über Derivate statt echter Leihe. Fast das gesamte Derivate-Vokabular (Squeeze, Funding, Liquidation) setzt diese zwei Wörter voraus.
# ATH / ATL Allzeithoch / Allzeittief
All-Time High und All-Time Low — der höchste und tiefste je gehandelte Preis. Klingt trivial, ist aber index­abhängig: Börsen weichen bei historischen Extremwerten voneinander ab, weshalb seriöse Angaben Börse oder Index dazuschreiben.
# Market Cap / FDV
Market Cap = Preis × Umlaufmenge. FDV (Fully Diluted Valuation) = Preis × Gesamtmenge aller je existierenden Token. Eine große Lücke zwischen beiden heißt: Es warten noch viele Token darauf, in den Umlauf zu kommen — Verwässerung ist eingeplant.
# Circulating Supply Umlaufmenge
Die Zahl der öffentlich handelbaren Token — ohne gesperrte, gevestete, verbrannte oder nachweislich verlorene Bestände. Wichtig: Bei Projekten mit Team- und Treasury-Beständen ist das eine Schätzgröße der Datenanbieter, keine exakte On-Chain-Zahl.
# Bitcoin Dominance Bitcoin-Dominanz
Der Anteil der Bitcoin-Marktkapitalisierung an der Gesamt-Marktkapitalisierung aller erfassten Kryptowährungen. Der Wert hängt von der Grundgesamtheit ab (zählt der Anbieter Stablecoins mit?) — verschiedene Datenquellen zeigen deshalb verschiedene Dominanzen.
# Altseason
Mehrdeutig — und das gehört zur Definition. Lose: eine Phase, in der Altcoins Bitcoin breit schlagen. Die verbreitetste Zähl-Konvention (Blockchaincenter-Index): Altseason, wenn mindestens 75 % der Top 50 (ohne Stablecoins) Bitcoin über 90 Tage outperformt haben; unter 25 % gilt Bitcoin Season. Andere Indizes zählen anders und können sich widersprechen.
# DCA Cost-Averaging
Dollar-Cost Averaging: feste Beträge in festem Takt investieren, statt den „richtigen“ Moment zu raten. Beschreibt eine Methode der Ausführung, keine Aussage darüber, ob ein Asset kaufenswert ist — der Takt ersetzt die Timing-Entscheidung, nicht die Auswahl-Entscheidung.
# Fear & Greed Index
Eine Sentiment-Kennzahl (0–100), die mehrere Datenquellen — Volatilität, Volumen, Social Media, Dominanz, Umfragen — zu einem Stimmungswert verrechnet (bekannteste Fassung: alternative.me). Er misst Stimmung, nicht Zukunft; die Gewichtung ist eine Anbieter-Konvention. Mehr dazu im Beitrag →
# Capitulation Kapitulation
Bewusst unscharfer Begriff mit drei gängigen Lesarten: ① der finale Ausverkauf, in dem auch Langmütige die Nerven verlieren (Preis-Kapitulation), ② Miner-Kapitulation, wenn unprofitable Miner abschalten, ③ on-chain massenhaft realisierte Verluste. Welche gemeint ist, verrät oft nur der Kontext — nachfragen ist keine Schande. Mehr dazu im Beitrag →
# Drawdown
Der Rückgang vom Hoch zum folgenden Tief, in Prozent; der Maximum Drawdown ist der größte solche Rückgang, bevor ein neues Hoch kommt. Die unangenehme Arithmetik dahinter: Nach −50 % braucht es +100 %, um zurück auf null zu kommen — Verluste und nötige Erholung sind asymmetrisch. Mehr dazu im Beitrag →

Orders & Ausführung

# Market Order
Kauft oder verkauft sofort gegen die besten vorhandenen Gegenorders. Sie garantiert die Ausführung, nicht den Preis — bei dünnem Orderbuch frisst sie sich durch mehrere Preisstufen (Slippage). Detail am Rande: Profi-Börsen wie die CME führen Market Orders nur mit Schutz-Preisband aus; Krypto-Börsen meist ungeschützt.
# Limit Order
Definiert den schlechtesten akzeptierten Preis: maximal beim Kauf, minimal beim Verkauf; ausgeführt wird nur zum Limit oder besser. Das Spiegelbild der Market Order: Preis garantiert, Ausführung nicht — wird das Limit nie erreicht, passiert nichts, und Teilausführungen sind normal.
# Stop Order
Ruht unsichtbar außerhalb des Orderbuchs und wird erst aktiv, wenn der Markt den Trigger-Preis handelt — dann wird sie zur Market Order. Das meist übersehene Detail: Der Stop-Preis ist ein Auslöser, kein garantierter Ausführungspreis. Bei Lücken oder dünner Liquidität kann die Füllung deutlich schlechter liegen.
# Stop-Limit Order
Beim Trigger wird keine Market-, sondern eine Limit-Order platziert — Stop-Preis und Limit-Preis sind zwei getrennte Parameter. Das schützt vor Slippage, tauscht das Risiko aber: Fällt der Markt schnell durch das Limit, bleibt die Order unausgeführt und die Position ungeschützt.
# Take-Profit / Trailing Stop
Take-Profit schließt eine Position automatisch bei einem definierten Gewinnniveau. Ein Trailing Stop zieht die Stop-Marke im festen Abstand hinter dem Kurs her: Läuft der Markt in die eigene Richtung, wandert der Stop mit; dreht er um den eingestellten Abstand, wird geschlossen. Beide erben die Ausführungs-Mechanik ihres Grundtyps (Market oder Limit).
# OCO One-Cancels-the-Other
Zwei verknüpfte Orders — typisch Gewinnziel plus Absicherung —, von denen nur eine leben kann: Wird eine auch nur teilweise ausgeführt, storniert das System die andere automatisch. Häufige Fehlannahme: dass erst die Voll-Ausführung zählt — schon die Teilausführung killt die Gegenorder.
# Time-in-Force (GTC · IOC · FOK)
Wie lange eine Order lebt: GTC (Good-till-Cancelled) bleibt bis zum Widerruf im Buch, IOC (Immediate-or-Cancel) führt sofort aus, was geht, und verwirft den Rest, FOK (Fill-or-Kill) verlangt sofortige Voll-Ausführung oder gar nichts. Unscheinbare Parameter mit großer Wirkung auf das, was tatsächlich passiert.
# Post-Only
Eine Order-Eigenschaft, die garantiert, dass die Order als Maker ins Buch geht: Wäre sie sofort ausführbar (also Taker), wird sie stattdessen abgewiesen. Existiert genau wegen der Maker/Taker-Gebührenlogik.
# Maker / Taker
Maker stellen Liquidität ins Orderbuch (Orders, die nicht sofort ausführbar sind), Taker entziehen sie (Orders, die sofort matchen). Börsen subventionieren tiefe Bücher, deshalb zahlen Maker weniger — teils bekommen sie sogar Rabatte. Der wichtigste Anti-Halbwissen-Punkt: Maker/Taker ist keine Eigenschaft des Ordertyps — auch eine Limit-Order ist Taker, wenn sie sofort ausführbar platziert wird.
# Order Book & Depth Orderbuch & Markttiefe
Das Orderbuch ist die nach Preisstufen sortierte Liste aller ruhenden Limit-Orders (Bids und Asks); Market Orders werden dagegen gematcht. Die Tiefe zeigt, wie viel Volumen je Preisniveau bereitsteht — und damit, wie viel man handeln kann, ohne den Preis selbst zu bewegen. Tiefe und Slippage sind zwei Seiten derselben Sache; sichtbare Tiefe kann zudem durch Spoofing verzerrt sein.
# Spread
Die Lücke zwischen höchstem Kaufgebot (Bid) und niedrigstem Verkaufsangebot (Ask) — zugleich Liquiditätsmaß und implizite Handelskosten: Wer kauft und sofort wieder verkauft, verliert genau den Spread. Achtung Mehrdeutigkeit: Im Futures-Kontext meint „Spread“ auch Kalender- und Produkt-Spreads.
# Slippage
Die Differenz zwischen erwartetem und tatsächlichem Ausführungspreis — kein Börsenfehler, sondern direkte Folge der Orderbuchtiefe: Große Market Orders arbeiten sich durch mehrere Preisstufen, der Durchschnittspreis wird schlechter als der zuerst sichtbare beste Kurs. On-chain kommt eine zweite Quelle dazu (siehe Slippage on-chain).

Technische Analyse

# Candlestick / OHLC Kerzenchart
Eine Kerze fasst den Handel eines Zeitfensters in vier Werten zusammen: Open, High, Low, Close. Körper = Open bis Close, Dochte (Wicks) = Extreme darüber hinaus. Das gesamte TA-Vokabular setzt dieses Format voraus — und jede Kerze sieht auf jedem Timeframe anders aus.
# Timeframe Zeitebene
Das Zeitfenster pro Kerze — von einer Minute bis zu einer Woche. Dieselbe Marktlage kann auf 15 Minuten nach Abwärtstrend und auf dem Wochenchart nach Aufwärtstrend aussehen; ohne Timeframe-Angabe ist fast jede Chart-Aussage unvollständig.
# Support / Resistance Unterstützung / Widerstand
Preisbereiche, in denen Nachfrage Rückgänge (Support) bzw. Angebot Anstiege (Resistance) historisch gestoppt hat. Die Standard-Referenzen arbeiten ausdrücklich mit Zonen statt exakten Linien — Preise überschießen kurz, ohne dass das Level „gebrochen“ ist. Nach einem echten Bruch tauschen die Level konventionell die Rollen.
# Trend / Range
Die klassische Konvention seit der Dow-Theorie: Aufwärtstrend = Folge höherer Hochs und höherer Tiefs, Abwärtstrend = tiefere Hochs und tiefere Tiefs, Range = Pendeln zwischen horizontalem Support und Resistance ohne neue Extreme. Trendlinien verbinden konventionell mindestens zwei Tiefs bzw. zwei Hochs.
# Breakout
Die Bewegung über einen Widerstands- oder unter einen Unterstützungsbereich, gelesen als möglicher Beginn einer Fortsetzung. Die Konvention verlangt Bestätigung — Schlusskurse jenseits des Levels, idealerweise mit Volumen —, weil bloße Intraday-Überschreitungen häufig scheitern.
# Fakeout
Ein gescheiterter Ausbruch: Der Preis verlässt die Struktur und kehrt kurz darauf zurück. Fakeouts sind der Grund, warum Bestätigungs-Konventionen existieren. Ehrliche Fußnote: Es gibt keine objektive Grenze, ab wann ein Breakout offiziell zum Fakeout wird — die Unschärfe gehört zum Begriff.
# Retest
Die Rückkehr an ein gebrochenes Niveau, das nun konventionell die umgekehrte Rolle spielt: alte Resistance wird als neuer Support angelaufen (und umgekehrt). Hält das Niveau, gilt der Ausbruch als bestätigt. Kein Naturgesetz — nicht jeder Ausbruch wird retestet.
# Volume Confirmation Volumen-Bestätigung
Seit der Dow-Theorie die Konvention: Volumen soll den Trend bestätigen — Bewegung mit steigendem Volumen gilt als stark, Ausbrüche bei dünnem Volumen als anfällig. Wichtig für die Ehrlichkeit: Das ist eine dokumentierte Analyse-Konvention, keine kausale Gesetzmäßigkeit — ihre prognostische Güte ist empirisch umstritten.
# Divergence Divergenz
Preis und Indikator laufen auseinander: neues Preishoch ohne neues Indikatorhoch (bearish) oder neues Preistief ohne neues Indikatortief (bullish) — gelesen als nachlassendes Momentum. Die dokumentierte Einschränkung gehört dazu: In starken Trends sind Divergenzen notorisch irreführend und können sich lange stapeln, bevor irgendetwas dreht.
# Confluence
Das Zusammentreffen mehrerer unabhängiger Signale am selben Preisbereich — etwa horizontaler Support plus gleitender Durchschnitt plus Fibonacci-Level. Bewusst informeller Sammelbegriff: Es gibt keinen Standard, ab wie vielen Signalen „Confluence“ vorliegt.
# RSI
Momentum-Oszillator von Wilder (1978), Standard 14 Perioden, Skala 0–100; über 70 gilt konventionell als „überkauft“, unter 30 als „überverkauft“. Der Kernpunkt gegen Halbwissen steht in der Standard-Referenz selbst: Überkauft ist kein automatisches Verkaufssignal — in starken Trends bleibt der RSI lange oben, und ein überkaufter RSI kann sogar Stärke anzeigen.
# MACD
Trendfolgender Momentum-Indikator (Appel): MACD-Linie = Differenz zweier EMAs (Standard 12/26), dazu Signallinie (9er-EMA der MACD-Linie) und Histogramm. Gelesen werden Kreuzungen, Nulldurchgänge, Divergenzen. Da er aus gleitenden Durchschnitten gebaut ist, läuft er nach — er bestätigt, statt vorherzusagen.
# SMA / EMA Gleitende Durchschnitte
Beide glätten den Preis: Die SMA gewichtet alle Perioden gleich, die EMA jüngere stärker und reagiert schneller — um den Preis von mehr Rauschen. Beide sind per Konstruktion nachlaufend; die üblichen Perioden (20/50/200) sind Konvention, keine Norm.
# Golden / Death Cross
Kreuzt der kürzere gleitende Durchschnitt über den längeren (klassisch 50 über 200 Tage), heißt das Golden Cross und gilt als bullish; das Death Cross ist das Gegenstück. Weil beide aus stark geglätteten Vergangenheitsdaten entstehen, sind sie späte Signale: Sie bestätigen einen laufenden Wechsel, statt ihn anzukündigen.
# Bollinger Bands
Mittelband (üblich 20er-SMA) plus zwei Bänder im Abstand von standardmäßig zwei Standardabweichungen; sie weiten sich mit der Volatilität. Die Regeln des Erfinders selbst: Die Bänder liefern eine relative Definition von hoch und tief — eine Berührung des oberen Bandes ist für sich kein Verkaufssignal, und in Trends kann der Preis am Band „entlanglaufen“.
# VWAP
Der volumengewichtete Durchschnittspreis des Tages: Summe aus Preis × Volumen aller Trades, geteilt durch das Gesamtvolumen; startet täglich neu. Institutionell vor allem eine Benchmark für Ausführungsqualität — und Teil echter Börsen-Mechanik: Die CME nutzt VWAP-Formeln für Settlement-Preise.
# Fibonacci Retracement
Horizontale Level bei 23,6/38,2/50/61,8 % einer vorangegangenen Bewegung, genutzt als Zonen für das mögliche Ende einer Korrektur — laut Standard-Referenz „Alert-Zonen“, keine harten Umkehrpunkte. Zwei ehrliche Fußnoten: Das 50-%-Level ist gar kein Fibonacci-Verhältnis, und für die Wirkung gibt es keinen belegten Mechanismus — die dokumentierte gängige Erklärung ist Koordination: Die Level wirken, weil viele auf sie schauen. Mehr dazu im Beitrag →
# Wick Docht
Die dünnen Linien über und unter dem Kerzenkörper — die Extreme, die gehandelt, aber nicht gehalten wurden. „Scam Wick“ nennt die Szene extreme Ausreißer in illiquiden Momenten, die Stops und Liquidationen abräumen; genau dagegen bepreisen Derivate-Börsen Liquidationen auf den Mark Price statt auf den letzten Handelspreis.

Risiko & Statistik

# Risk/Reward (CRV)
Setzt den potenziellen Verlust (Einstieg bis Invalidierungspunkt) ins Verhältnis zum potenziellen Gewinn (Einstieg bis Ziel). Das zentrale Missverständnis: Ein „gutes“ CRV allein sagt nichts über Profitabilität — es ist nur zusammen mit der Trefferquote lesbar. Ein hohes CRV bei niedriger Trefferquote kann verlieren, und umgekehrt.
# Position Sizing
Die Positionsgröße aus Kontorisiko und Stop-Distanz ableiten statt aus Bauchgefühl: erst den maximal riskierten Betrag festlegen (verbreitete Konvention: ein fester Prozentsatz des Kontos), dann den Invalidierungspunkt — die Größe ergibt sich als riskierter Betrag geteilt durch die Distanz dorthin, Gebühren und Slippage eingerechnet. Beschreibung einer Methode, keine Empfehlung.
# Win Rate & Expectancy Trefferquote & Erwartungswert
Die Trefferquote allein sagt nichts: Entscheidend ist der Erwartungswert = Trefferquote × Ø-Gewinn − Verlustquote × Ø-Verlust. Ein System mit 30 % Treffern kann profitabel sein, eines mit 90 % Geld verlieren. Aussagekräftig wird das erst über größere Stichproben — Einzeltrades beweisen nichts.
# Backtest & Overfitting
Ein Backtest wendet ein festes Regelwerk auf die Vergangenheit an — er beweist keine Zukunft. Die dokumentierte Hauptfalle ist Overfitting: Parameter werden so lange optimiert, bis sie das Zufallsrauschen der Historie abbilden; die Kurve sieht großartig aus, live bricht sie ein. Dazu kommen Survivorship Bias (nur Überlebende getestet) und Look-Ahead Bias (Daten benutzt, die es zum Zeitpunkt nicht gab). Mehr dazu im Beitrag →
# Paper Trading
Simuliertes Handeln ohne echtes Geld — in der dokumentierten Testreihenfolge der Forward-Test nach dem Backtest. Seine Grenze gehört zur Definition: Ausführungsrealität (Slippage, Teilausführungen) und vor allem der psychologische Druck echten Geldes werden nur unvollständig abgebildet.

Hebel & Derivate

# Leverage Hebel
Handeln mit mehr Kapital, als man einsetzt: Bei 10x bewegt eine Position das Zehnfache des eigenen Einsatzes — Gewinne wie Verluste inklusive. Der Unterschied zwischen nominellem Hebel (Einstellung) und effektivem Hebel (Positionswert geteilt durch Gesamtkapital) wird chronisch übersehen. Ausführlich und in Ruhe: im Hebel-Beitrag. Mehr dazu im Beitrag →
# Initial / Maintenance Margin
Die Initial Margin ist das Pfand, das eine Position eröffnet; die Maintenance Margin der Mindestbetrag, der sie am Leben hält. Fällt die Sicherheit darunter, beginnt die Liquidation — deshalb wird man vor null liquidiert, nicht bei null. Die Sätze steigen gestaffelt mit der Positionsgröße.
# Cross / Isolated Margin
Isolated: Die Position hat ein festes Margin-Budget — bei Liquidation ist nur dieses Budget weg. Cross: Alle Positionen teilen sich das gesamte Konto als Sicherheit — das senkt das Einzelrisiko und setzt im Extremfall alles aufs Spiel. Kein „besser/schlechter“, sondern zwei verschiedene Fehlermodi.
# Liquidation
Die Zwangsschließung einer gehebelten Position durch die Börse, sobald die Margin unter die Maintenance Margin fällt — ausgelöst auf Basis des Mark Price, nicht des letzten Handelspreises, und mit zusätzlicher Liquidationsgebühr. Bei 10x liegt der Punkt grob bei −9 bis −10 % Kursbewegung, bei 100x unter −1 %. Mehr dazu im Beitrag →
# Insurance Fund
Der Sicherheitspuffer der Derivate-Börse: Wird eine Position schlechter glattgestellt als zum Bankrott-Preis, deckt der Fund den Fehlbetrag; gespeist wird er unter anderem aus Liquidationsgebühren und Rest-Margins. Reicht er nicht, kommt die letzte Stufe: ADL.
# ADL Auto-Deleveraging
Der letzte Schritt der Liquidationskette: Kann der Insurance Fund eine bankrotte Position nicht auffangen, schließt die Börse zwangsweise profitable Gegenpositionen anderer Trader — die profitabelsten und höchstgehebelten zuerst. Man kann also liquidiert werden, obwohl man richtig lag.
# Perpetual Futures Perps
Futures ohne Verfallsdatum — die Preisbindung an den Basiswert übernimmt statt eines Settlements der Funding-Mechanismus. Der erste Krypto-Perp war der XBTUSD-Swap von BitMEX (Mai 2016); heute sind Perps das dominante Hebel-Instrument des Space.
# Funding Rate
Periodische Zahlung direkt zwischen Longs und Shorts (keine Börsengebühr), die den Perp-Preis am Index verankert — typisch alle 8 Stunden, je nach Kontrakt auch 4 oder 1. Feinheit, die oft untergeht: In die Rate fließt neben der Prämie eine fixe Zinskomponente ein — sie kann deshalb leicht positiv sein, obwohl der Perp gar nicht über dem Index notiert.
# Open Interest
Die Summe aller offenen, nicht glattgestellten Kontrakte eines Derivats. Steigendes OI heißt: neues Kapital im Markt; fallendes: Positionen werden geschlossen. Was OI nie aussagt: die Richtung — jeder Kontrakt hat exakt einen Long und einen Short, ein „Übergewicht“ kann er nicht messen.
# Long / Short Squeeze
Ein Short Squeeze entsteht, wenn steigende Kurse Shorts zu Rückkäufen zwingen — freiwillig oder per Liquidation —, was den Anstieg weiter befeuert; der Long Squeeze ist das Spiegelbild nach unten. In Perp-Märkten laufen Squeezes oft als Liquidationskaskaden: Zwangsschließungen lösen Marktorders aus, die die nächsten Zwangsschließungen triggern.
# Mark / Index / Last Price
Drei Preise, drei Jobs: Last Price = letzter Trade auf dieser Börse (darauf handelst du). Index Price = gewichteter Spot-Durchschnitt mehrerer Börsen. Mark Price = geglätteter „fairer“ Preis aus Index plus Basis-Komponente — auf ihm laufen Liquidationen und die Bewertung offener Positionen, damit ein einzelner Ausreißer im Orderbuch („Scam Wick“) niemanden liquidiert.
# Basis / Contango / Backwardation
Die Basis ist die Differenz zwischen Futures- und Spotpreis: Notiert der Future darüber, heißt das Contango, darunter Backwardation. In Krypto wird die annualisierte Basis datierter Futures als Gradmesser der Hebel-Nachfrage gelesen — und ist die Grundlage des Cash-and-Carry-Trades.
# Cash-and-Carry
Die klassische Basis-Strategie als Mechanik: Spot kaufen, den datierten Future gleichzeitig verkaufen und die Preisdifferenz (Basis) bis zum Verfall vereinnahmen — marktneutral gegenüber der Kursrichtung, aber nicht risikofrei (Gegenpartei-, Margin- und Ausführungsrisiko bleiben). Hier als Begriffserklärung, nicht als Empfehlung.

On-Chain

# UTXO
Bitcoins Buchhaltungsmodell: keine Konten, sondern unverbrauchte Transaktions-Outputs — das „Guthaben“ einer Adresse ist die Summe ihrer UTXOs. Weil jeder UTXO Zeitstempel und Anschaffungskurs trägt, bauen viele On-Chain-Metriken (Coin-Alter, Realized Cap, SOPR) genau darauf auf. Mehr dazu im Beitrag →
# Mempool
Der Warteraum jeder Node für gültige, noch unbestätigte Transaktionen. Miner bedienen sich bevorzugt an den höchsten Gebühren — ein voller Mempool heißt teurere und langsamere Transaktionen. Es gibt nicht „den einen“ Mempool: Jede Node hält ihre eigene Sicht. Mehr dazu im Beitrag →
# Gas
Ethereums Maßeinheit für Rechenaufwand: Gebühr = verbrauchtes Gas × Gaspreis. Seit EIP-1559 (2021) besteht der Preis aus einer protokollbestimmten Base Fee, die verbrannt wird, plus einer freiwilligen Priority Fee an den Validator.
# Hashrate
Die geschätzte Gesamtrechenleistung eines Proof-of-Work-Netzwerks in Hashes pro Sekunde. Sie wird nicht gemessen, sondern aus Difficulty und beobachteten Blockzeiten abgeleitet — Tageswerte sind Schätzungen mit sichtbarem Rauschen.
# Halving
Alle 210.000 Blöcke (rund vier Jahre) halbiert sich Bitcoins Blocksubvention — fest im Protokoll. Zuletzt im April 2024 auf 3,125 BTC; das nächste wird um 2028 erwartet. Ergebnis der Reihe: die harte Obergrenze von knapp 21 Millionen. Mehr dazu im Beitrag →
# Realized Cap / Price
Bewertet jede Coin nicht zum aktuellen Kurs, sondern zum Preis ihrer letzten On-Chain-Bewegung — eine aggregierte Kostenbasis des Marktes, die verlorene Alt-Bestände herabgewichtet (Konzept: Nic Carter & Antoine Le Calvez, 2018). Realized Price = Realized Cap geteilt durch Umlaufmenge.
# MVRV
Market Value zu Realized Value — also Marktkapitalisierung geteilt durch Realized Cap (Mahmudov & Puell, 2018). Über 1 liegt der Durchschnittsbestand im unrealisierten Gewinn. Historische Extremzonen werden gern als Überhitzung oder Kapitulation gelesen — das ist Interpretation per Rückblick, keine Eigenschaft der Kennzahl.
# SOPR
Spent Output Profit Ratio (Shirakashi, 2019): je bewegtem UTXO das Verhältnis von Verkaufs- zu Anschaffungswert. Über 1 wurden bewegte Coins im Schnitt mit Gewinn verkauft, unter 1 mit Verlust. Varianten rechnen bereinigt (aSOPR) oder nach Haltergruppen (STH-/LTH-SOPR).
# NUPL
Net Unrealized Profit/Loss: der Anteil der Marktkapitalisierung, der aus unrealisiertem Gewinn oder Verlust besteht — rechnerisch (Market Cap − Realized Cap) geteilt durch Market Cap. Die beliebten Zonen-Namen („Belief“, „Capitulation“) sind nachträgliche Etiketten, keine Messgrößen.
# LTH / STH Lang-/Kurzzeithalter
Glassnodes Trennung bei rund 155 Tagen Haltedauer: Statistisch werden Coins nach dieser Ruhezeit zunehmend unwahrscheinlich bewegt. Wichtig: eine Heuristik eines Datenanbieters, keine On-Chain-Eigenschaft — andere Anbieter ziehen andere Grenzen. Mehr dazu im Beitrag →
# Exchange Flows
On-Chain-Volumen auf Adressen, die der Datenanbieter als Börsenadressen gelabelt hat (Inflow), bzw. von ihnen weg (Outflow); Netflow ist die Differenz. Zwei Vorbehalte gehören in die Definition: Die Labels sind änderbar — Werte werden rückwirkend revidiert —, und die Lesart „Inflow = Verkaufsdruck“ ist Interpretation, nicht Messung. Mehr dazu im Beitrag →

DeFi & Token

# AMM Automated Market Maker
Ersetzt das Orderbuch durch eine Preisformel gegen einen Liquiditätspool — bei Uniswap v2 hält x·y=k das Produkt der beiden Reserven konstant, jeder Tausch verschiebt das Verhältnis und damit den Preis. Handelspartner ist der Smart Contract, nicht ein anderer Mensch.
# Liquidity Pool
Die Smart-Contract-Reserve aus meist zwei Token, gegen die ein AMM tauscht. Liquidity Provider zahlen beide Seiten ein, erhalten Anteile und anteilige Handelsgebühren — und tragen dafür das Impermanent-Loss-Risiko.
# Impermanent Loss
Die Differenz zwischen dem Wert einer LP-Position und dem bloßen Halten derselben Token — sie entsteht, sobald sich das Preisverhältnis der Pool-Token verschiebt. „Impermanent“, weil sie verschwindet, falls das Verhältnis zurückkehrt; realisiert (permanent) wird sie beim Abziehen der Liquidität vorher. Ob Gebühren sie kompensieren, ist eine empirische Frage, keine Definitionsfrage.
# Slippage (on-chain)
On-chain hat Slippage zwei Quellen: den Preis-Impact der eigenen Order gegen die Pool-Formel (je flacher der Pool, desto größer) und die Kursbewegung zwischen Absenden und Blockaufnahme. Die einstellbare Slippage-Toleranz ist ein Schutz — zu großzügig gesetzt, wird sie zur Einladung für Sandwich-Angriffe.
# MEV / Sandwich
Maximal Extractable Value: Gewinn, den Block-Produzenten oder Bots ziehen, indem sie Transaktionen einsehen, umsortieren oder eigene davor- und dahintersetzen. Der Sandwich-Angriff ist die bekannteste Form: vor dem Opfer-Trade kaufen, danach verkaufen — bezahlt aus dessen Slippage-Toleranz.
# TVL
Total Value Locked: der aktuelle Dollar-Wert der Assets in den Smart Contracts eines Protokolls. Eine konventionsabhängige Zahl — ob gestakte Governance-Token, verliehene Assets oder doppelt gezählte Wrapped-Positionen einfließen, definiert der jeweilige Aggregator.
# Airdrop
Unentgeltliche Token-Verteilung an Wallets — als Marketing, zur Streuung oder als rückwirkende Belohnung früher Nutzer. Rund um erwartete Airdrops entsteht regelmäßig „Farming“: Aktivität, die nur der Qualifikation dient.
# Vesting / Unlocks / Cliff
Vesting ist die zeitgestaffelte Freigabe von Team- und Investoren-Token; der Cliff die anfängliche Sperrfrist, nach der oft ein großer Block auf einmal frei wird; Unlocks die Freigabetermine selbst. Jeder Unlock erhöht das handelbare Angebot — deshalb führen Tokenomics-Tracker darüber Kalender. Mehr dazu im Beitrag →
# Depeg
Wenn ein Stablecoin nachhaltig von seiner Zielbindung abweicht. Kleine, kurzlebige Abweichungen sind Marktalltag; wo genau die „Abweichung“ zum „Depeg“ wird, ist Konvention. Das kanonische Beispiel bleibt der Kollaps von TerraUSD im Mai 2022. Mehr dazu im Beitrag →

Manipulation & Betrug

# Rug Pull
Ein Exit-Scam: Das Team zieht die Liquidität ab oder verschwindet mit den Geldern — sprachlich der weggezogene Teppich. Als Betrugskategorie seit dem DeFi-Sommer 2020 etabliert und von Analysefirmen als eigene Kategorie geführt; der sprachliche Erstbeleg ist unbelegt.
# Pump and Dump
Koordiniertes Hochtreiben eines illiquiden Assets (Pump), um in die selbst erzeugte Nachfrage hinein zu verkaufen (Dump) — die Käufer der Spitze sind die Exit Liquidity. In regulierten Märkten klassische Marktmanipulation; in Krypto floriert das Muster in Gruppen-Chats um kleine Coins.
# Wash Trading
Mit sich selbst (oder abgesprochen) handeln, um Volumen und Aktivität vorzutäuschen — auf Börsen für schönere Statistiken, bei NFTs für scheinbare Nachfrage. Der Grund, warum rohe Volumen-Zahlen kleiner Handelsplätze mit Vorsicht zu lesen sind.
# Spoofing
Große Orders ins Buch legen, die nie ausgeführt werden sollen — nur um Tiefe und Kaufinteresse vorzutäuschen, und sie vor der Ausführung zurückzuziehen. Der Grund, warum sichtbare Orderbuch-Tiefe kein verlässliches Abbild echter Nachfrage ist.
# Shill Herkunft belegt
Ein Asset eigennützig oder bezahlt anpreisen, oft ohne Offenlegung. Vor-Krypto-Slang mit belegter Geschichte: Der „shill“ war der Lockvogel bei Jahrmarkts- und Glücksspielbetrug (Erstbeleg laut Wörterbuch frühes 20. Jahrhundert).

Szene-Slang

# HODL Herkunft belegt
Halten, komme was wolle. Herkunft belegt: der bitcointalk-Thread „I AM HODLING“ von GameKyuubi, 18. Dezember 2013 — ein Tippfehler für „holding“ in einem selbsterklärt whisky-getränkten Rant mitten im Crash. Das Backronym „Hold On for Dear Life“ kam erst später.
# FOMO Herkunft belegt
Fear of Missing Out — die Angst, eine Bewegung zu verpassen; der Treibstoff prozyklischen Kaufens. Älter als Krypto und belegt: geprägt von Patrick McGinnis in der Studierendenzeitung der Harvard Business School, 2004.
# FUD Herkunft belegt
Fear, Uncertainty and Doubt — in Krypto das Pauschal-Etikett für Negativnachrichten oder gezielte Verunsicherung. Als Tech-Begriff belegt: populär gemacht 1975 von Gene Amdahl, für die Verunsicherungstaktik, mit der IBM-Vertrieb Kunden von Konkurrenzprodukten abhielt.
# WAGMI / NGMI gängige Erzählung
„We're All Gonna Make It“ als Durchhalte-Ruf der Community, „Not Gonna Make It“ als spöttisches Gegenstück. Herkunft: gängige Erzählung ohne belegten Ursprungspost — zugeschrieben der Bodybuilding-Szene um Zyzz, ab 2021 von Crypto- und NFT-Twitter übernommen.
# Diamond / Paper Hands gängige Erzählung
Diamantene Hände halten durch jeden Drawdown; Papierhände verkaufen beim ersten Gegenwind. Teil-belegt: dokumentiert auf WallStreetBets ab etwa 2018, massentauglich durch den GameStop-Squeeze im Januar 2021 — aus der Aktien-Meme-Kultur in Krypto gewandert, nicht umgekehrt.
# Ape / Degen gängige Erzählung
„Apen“ heißt, ohne Analyse groß einzusteigen; „Degen“ (von degenerate gambler) ist die selbstironische Berufsbezeichnung dafür, etabliert im DeFi-Sommer 2020. Beide Herkünfte: gängige Erzählung, Ursprungsposts fehlen.
# Rekt Herkunft belegt
Von „wrecked“: liquidiert, Totalverlust, erledigt. Als Gaming-Slang belegt (dokumentiert ab 2011/2012), von dort in den Krypto-Jargon übernommen — der Übergang selbst ist nicht datierbar.
# DYOR gängige Erzählung
„Do Your Own Research“ — offiziell die Aufforderung, Behauptungen selbst zu prüfen; praktisch oft die Haftungsfloskel unter einem Shill-Post. Herkunft unbelegt; Vorläufer gab es in klassischen Finanzforen.
# GM gängige Erzählung
„Good morning“ als Gruß- und Zugehörigkeitsritual auf Crypto-Twitter und in Discords, massenhaft seit 2021. Funktion: Community-Signal, nicht Information. Ursprung unbelegt.
# Bagholder gängige Erzählung
Wer auf stark gefallenen Positionen sitzt — den „schweren Taschen“. Abgeleitet vom alten englischen Idiom „left holding the bag“ (dem Dummen bleibt die leere Tasche); ein börsenspezifischer Erstbeleg fehlt.
# Exit Liquidity gängige Erzählung
Abwertend: die Käufer, deren Nachfrage Insidern und Großhaltern den Ausstieg zu hohen Preisen finanziert — „sei nicht jemandes Exit Liquidity“. Etablierter Jargon ohne dokumentierten Ursprung.
# Whale Wal gängige Erzählung
Ein Akteur, dessen Bestände groß genug sind, um Kurse zu bewegen. Die Herkunft aus dem Casino-Jargon ist gängige Erzählung ohne Erstbeleg — die ganze Meerestier-Hierarchie dahinter haben wir in einem eigenen Beitrag auseinandergenommen. Mehr dazu im Beitrag →
# Moon / Wen Lambo gängige Erzählung
„To the moon“ feiert oder erhofft den steilen Anstieg; „Wen Lambo?“ fragt ironisch, wann die Gewinne für den Lamborghini reichen. Beide Memes: mittlere 2010er, Ursprungsposts unbelegt.
# Flippening gängige Erzählung
Das hypothetische Ereignis, dass Ethereum Bitcoin bei der Marktkapitalisierung überholt — verallgemeinert jeder solche Platztausch. Verbreitet seit Mitte 2017; wer das Wort prägte, ist unbelegt.
# Sats / Stacking Sats Herkunft belegt
Ein Satoshi ist die kleinste Bitcoin-Einheit: 0,00000001 BTC. Die Einheit ist belegt: bitcointalk-User ribuck schlug sie 2010/2011 vor, die Hundertmillionstel-Fassung setzte sich durch. „Stacking Sats“ — regelmäßig kleine Mengen akkumulieren — wurde um 2019 populär; dafür gibt es keinen einzelnen Erstbeleg.

Wie dieser Index wächst

Aus einzelnen Begriffen werden eigene Beiträge, wenn sie mehr Platz verdienen — Hebel hat schon einen, die Wal-Hierarchie auch. Umgekehrt wandern neue Begriffe hier hinein, sobald sie mir öfter begegnen. Fehlt dir einer, oder steht hier einer falsch: Schreib mir — Korrekturen sind der schnellste Weg, wie diese Seite besser wird.

Und wer die wichtigsten dieser Begriffe lieber griffbereit an der Wand hat als im Browser-Tab: Für die Crypto Collection gibt es das Trading Cheat Sheet — Werkzeug, keine Anlageberatung, exakt wie dieser Index.

Quellen und Grenzen

Die Definitionen sind gegen Standard-Referenzen geprüft: Börsen-Dokumentation (CME, Binance) für Orders und Derivate-Mechanik, StockCharts ChartSchool und die Original-Regeln von John Bollinger für die Technische Analyse, Glassnode-Dokumentation für On-Chain-Metriken, Uniswap-Doku für DeFi, Original-Forumsposts für Slang-Herkünfte (der HODL-Post von 2013 ist direkt verifiziert). Wo Referenzen voneinander abweichen — Ausführungs-Mechanik ist börsenabhängig, Index-Konventionen anbieterabhängig —, steht das im Eintrag. Ein Glossar bleibt trotzdem Vereinfachung: Jeder Eintrag ist der Anfang eines Themas, nicht sein Ende.

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